Story
Maxine Weaver findet am Strand auf Hawaii einen Delfin. Unter einer Flosse
entdeckt sie ein rätselhaftes Symbol. Fast zur gleichen Zeit finden David
Stanford und Mike Mitchell auf dem Heimweg von der Schule einen Stein. An sich
nichts Ungewöhnliches, doch der Stein ist für seine Größe
schwer, wirklich schwer. Die beiden schleppen den Stein zu David nach Hause,
wo Davids Vater ein Experiment mit dem Fundstück durchführt, das
außer Kontrolle gerät – Peter Stanford wird zum MAGNETATOR.
Ein unglaubliches Abenteuer beginnt. David lernt neue Freunde kennen und das
Symbol auf dem Delfin bringt sie auf die Spur einer unheimlichen Sache, die
sie bis ins Erdinnere führt…
Leseprobe aus MAGNETATOR – Das Delfin-Symbol:
Auszug aus Kapitel eins – Das
fängt
ja gut an:
Der Rauch verzog sich allmählich und ließ in den Schwaden genau
dort
etwas erkennen, wo Davids Stein zuletzt fixiert gewesen war.
„David, hörst du mich?“, meldete sich sein Vater völlig
unerwartet.
„Dad, oh Mann“, David sackte in den Sessel zurück, als ob man
ihm
eine tonnenschwere Last abgenommen hätte.
„Hast du alles drauf? Das ist unglaublich!“, hustete Peter Stanford.
Er
hatte nur sein Experiment im Kopf und dachte nicht im Traum daran, dass
sich David Sorgen um ihn machte.
„Alles drauf? Dad, ich bin froh, dass dir nichts passiert ist!“,
empörte
sich David.
„Nein, mir ist nichts geschehen und jetzt beeil dich, hol dir Kamera acht
auf den Monitor. Wenn das Bild klar und scharf ist, sag mir, was du siehst,
ein paar Meter links von mir. Los!“ Peter Stanford drängte.
David zoomte Kamera acht auf Großbildformat und erblickte einen
flachen, langen Gegenstand. Erst als sich das Bild scharf stellte, konnte er
die klaren Umrisse des Objekts erkennen.
„Dad, ich habe ein Auto auf dem Monitor!“, stammelte David noch
etwas heiser und verwundert.
„Gut, aufzeichnen! Ich dachte, ich träume“, antwortete sein
Vater, sich
den Staub aus dem Gesicht wischend, während er sich langsam dem
Fahrzeug näherte. David starrte gebannt auf den Bildschirm.
„Stand der schon da, bevor du angefangen hast?“
„Nein, er steht an der Stelle, an der sich dein Stein zu Beginn des Experiments
befand. Außerdem haben wir Aufnahmen vom ganzen Gelände.
Da war kein Auto zu sehen.“
Auszug aus Kapitel acht – Das
Symbol:
„Wir haben eine Aufgabe zu
lösen. Ich kann keinen Kontakt zu Saskepior
herstellen, da ist etwas oberfaul. Was kam bei den Untersuchungen
des Symbols heraus?“, fragte der M-Coach.
Stanford erklärte die Ergebnisse und die Kinder taten ein Übriges,
um
ihre Entdeckungen und Ideen beizutragen. Sie hielten alles für ein Spiel.
Unerwartet erhellte sich der Himmel. Max trat sofort an ein Bullauge.
„Peter, sieh dir das an, Polarlichter“, rief sie über die Schulter.
Im Nu spiegelten
sich alle Augen in den Rundfenstern.
Stanford schaute sich das Spektakel einen Moment lang an und wandte
sich dann dem M-Coach zu. „Das hängt doch alles irgendwie zusammen.
Ich bin mir sicher. Wir müssen eine Antwort finden. Die Antwort …,
sie
könnte dort liegen, wo Magnetismus …“
„Das sehe ich auch so!“, unterbrach ihn der M-Coach. „Hochrangige
Wissenschaftler und natürlich die Behörde für außersaskepische
Lebensformen
haben lange nach jemandem wie Ihnen gesucht. Zugegeben,
niemand hätte erwartet, eine geeignete Persönlichkeit in dieser Galaxis
zu finden. Aber das tut nichts mehr zur Sache: Es ist höchste Zeit für
den
Magnetator!“
„Was schlägst du vor?“, fragte Stanford nüchtern, er war
ganz Wissenschaftler.
„Wir sollten ins Innere der Erde reisen. Aber nach meinen Informationen
ist es Menschen bisher nur gelungen, bis höchstens zehn Kilometer
tief in den Erdboden einzudringen. Zwischen der Oberfläche und dem
Mittelpunkt der Erde liegen allerdings über 6.000 Kilometer. Zum Glück
haben wir den M-Earthwalker.“
„Du meinst doch mit wir nicht …?“, hakte Stanford nach.
„Doch, alle, die hier versammelt sind! Lediglich Dr. Weaver sollte als
Kontakt für uns und zum Schutz von Pangäa hier oben bleiben.“
„Ich kann doch die Kinder nicht mitnehmen, hast du noch alle Schaltkreise
beisammen?“
„Was soll schon passieren?“
„Was soll schon passieren? Wir sind dann Tausende von Kilometern
von der Erdoberfläche entfernt, kein Mensch ist jemals so weit in die
Erde
vorgedrungen und du sagst: Was soll schon passieren?“, imitierte Stanford
die Stimme des M-Coach.
Auszug aus Kapitel dreizehn – Der Sonderkurier:
„Ich soll doch gewinnen, oder?“ David
blickte die Mantelzwerge der
Reihe nach an. „Sagt bloß, euch reicht, dass ich auf einem guten
Startplatz
stehe.“
„David hat Recht“, meinte sein Vater, „er muss trainieren,
es bleiben uns
nur ein paar Tage bis zum Rennen. Außerdem haben wir keine Zeit zu
verlieren und müssen mit dem Bau des Mantel-Racers beginnen.“
„Ich habe gehört, dass die Mantel-Skooter-Strecke heute Nachmittag
wieder eröffnet werden soll. Ich kenne den Betreiber sehr gut, er ist
ein
Geschäftsfreund. Ich sage ihm einfach, dass ich die Strecke für ein
oder
zwei Tage brauche, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, versteht sich.
Dann kann David trainieren, so viel er will“, setzte Margon ein positives
Zeichen.
„Super, so machen wir’s. Ich will so lange trainieren, bis ich die
Zeiten
heraushole, die den zweiten Startplatz rechtfertigen. Ich muss es einfach
tun“, sagte David ehrgeizig.
„Vergiss nicht, David, die Strecke ist für das Qualifying und Training
gedacht.
Im eigentlichen Rennen können Situationen vorkommen, die dich
völlig überraschen und in denen du dich auf dein Fingerspitzengefühl
und dein Wissen verlassen musst. Das Rennen findet inner- und außerhalb
des Stadions rechts neben dem Palast statt. Das Gebäude ist dir sicher
aufgefallen, als wir gestern dort gewesen sind. Training und Rennen
haben manchmal nicht das Geringste gemeinsam. Das heißt, dass ein
gutes Qualifying noch lange nicht den Sieg im Rennen garantiert. Das ist
wichtig. Verstanden?“, fragte Margon mit ernster Miene.
Melch nickte zustimmend. Schon oft waren die Trainingsschnellsten
unter „ferner liefen“ ins Ziel gekommen, manchmal waren Fahrer
sogar
spurlos verschwunden und nie mehr aufgetaucht, auch wenn der letzte
diesbezügliche Vorfall schon Jahrmillionen zurücklag.
„Okay, verstanden, ich werde mir das zu Herzen nehmen“, sagte
David.
„Fangen wir an.“ Der Magnetator stand auf.
|